Nachhaltigkeit ist in aller Munde – Wir! nehmen den „Grünen Faden“ auf und handeln!

Nachhaltigkeit ist DAS Thema unserer Zeit. Anlass genug auch für den Wirtschaftsklub, den Schwerpunkt des Businessfrühstücks im November auf Klima, Nachhaltigkeit und Zukunft zu legen. Gastgeber Holtmann Messe+Event beschäftigt sich seit vielen Jahre mit diesen Themen. Aber, was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit in einem Unternehmen? Welche Maßnahmen machen Sinn – lokal UND global? Antworten dazu lieferte Referent Tobias Orthen vom Forschungsinstitut FAW/n aus Ulm. Klar wurde schnell, dass nicht nur das Reden, sondern auch das Machen notwendig ist. Und der Wirtschaftsklub macht, nimmt sozusagen den „grünen Faden“ auf und startet eine Initiative für die Mitglieder.

 „Über den Klimawandel und ob es Folgen gibt, diskutiere ich nicht, die Fakten sind klar“, sagt Referent Tobias Orthen. Der Physiker spricht vor rund 70 UnternehmerInnen über die Klimakrise, die Entwicklungsprobleme und was Unternehmen hier tun können. Das FAW/n (Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung) forscht, entwickelt Lösungsstrategien und berät Unternehmen und die Regierung. Vorstand ist Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher, u.a. auch Mitglied des Club of Rome. Die Wirtschaftsklub-Mitglieder konnten von einer tiefgründigen Analyse und einem spannend vorgetragenen Vortrag profitieren. Es wurde schnell klar, dass den größten Effekt nachhaltige Entwicklungen in den großen Schwellenländern wie China, Indien oder auch auf dem afrikanischen Kontinent haben. Hier muss Deutschland einwirken und Projekte fördern, die Wohlstand erzeugen und gleichzeitig gut für das Klima sind. Es existieren enorme Potentiale, der Atmosphäre CO2 wieder zu entziehen. Die von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller initiierte Allianz für Entwicklung und Klima setzt genau hier an. Seit November 2018 ist die Allianz von 70 auf über 400 Unterstützer gewachsen. Dabei sind DAX-Konzerne wie Bosch, viele Mittelständler, kleine Unternehmen, Kommunen, aber auch die Caritas. So gehen soziale Marktwirtschaft und Umweltschutz Hand in Hand. Intensive Fragen gibt es seitens des Publikums zum Thema E-Mobilität und Wasserstoff. Für die globale Energiewende auch im Verkehrssektor können deutsche Forscher und Unternehmen ihre Expertise und Ideen einbringen. „Die größten Potentiale für die Produktion von grünem Wasserstoff liegen in den großen Wüsten dieser Welt“, berichtet Tobias Orthen. „Besonders interessant ist, wenn Sie das CO2 großer Kraftwerke abfangen und mit grünem Wasserstoff kombinieren. So lassen sich auch klimaneutrale Lösungen für die Verkehrswende entwickeln.“ Die Teilnehmer selbst konnten sich über die Vorzüge eines Wasserstoff-Autos, das das Autohaus Ahrens mitgebracht hat, informieren. Da die Zukunft wahrscheinlich in einem klugen Mix aus Elektrolösungen und E-Fuels aus z. B. Wasserstoff besteht, führt Umweltdrucker Thomas Rätzke auch einen E-PKW vor. Holtmann informiert über die Unternehmenshaltung, geeignete Maßnahmen und den Dialog mit den Kunden. Im Januar 2020 wird der „Grüne Faden“ weiter gesponnen. In einem Workshop mit Tobias Orthen wird besprochen, was konkret die Mitglieder des Wirtschaftsklub tun wollen.

… ein paar Eindrücke von einem spannenden Vormittag:

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